Handball - Brand fordert Liga-Bekenntnis zum Nationalteam

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SID
Europameisterschaft - Brand: Heuberger "der richtige Mann"
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Heiner Brand fordert Strukturveränderungen

Der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand (60) hat nach dem Debakel der deutschen Handball-Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2014 seinen Nachfolger Martin Heuberger in Schutz genommen und stattdessen erneut die Bundesliga in die Pflicht genommen. "Es muss ganz klar ein Bekenntnis der Liga zur Nationalmannschaft geben, dass sie unbedingt junge Spieler fördern und fordern und sie an das Niveau der Nationalmannschaft heranbringen wollen", sagte Brand Sky Sport News HD: "Sicherlich brauchen wir ausländische Spieler. Die tun der Attraktivität der Liga gut. Davon können auch junge deutsche Spieler lernen. Aber wir brauchen nicht die Masse an ausländischen Spielern, das habe ich immer angemahnt. Ich habe immer gehofft, dass der Handball da vom Fußball lernen würde."

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte nach dem Scheitern bei der EM 2000 ein umfassendes Förderprojekt für Talente umgesetzt. Brand, der die DHB-Auswahl 2007 bei der Heim-WM zum Titel führte, fordert seit Jahren ähnliche Strukturveränderungen im Handball.

Heuberger treffe an der negativen Entwicklung keine Schuld, so DHB-Manager Brand. "Martin Heuberger hat ja gar nicht die Möglichkeit, bessere Spieler zu nominieren. Es soll jemand sagen, welche besseren Spieler es in der Liga gibt. Die paar, die in Frage kämen, sind im Moment verletzt", sagte der ehemalige Weltklasse-Spieler.

Ansonsten habe Heuberger versucht, "das Beste aus der Mannschaft herauszuholen. Wir haben nicht Masse an Führungsspielern und Spielerpersönlichkeiten, welche die Mannschaft auf das Spielfeld führen können. Das schaffe ich nur, wenn ich junge Leute im jungen Alter an dieses Niveau heranführe." Deshalb müsse "man an die Strukturen rangehen".

Die deutschen Handballer hatten am Wochenende die Qualifikation für die EM in Dänemark verpasst.

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