Leichtathletik - Bolt mit persönlicher Saisonbestleistung

Usain Bolt kommt mit dem Näherrücken des Saisonhöhepunktes mit der WM in Moskau immer besser in Schuss. Beim Diamond League Meeting in London lief der Jamaikaner in 9,85 Sekunden zu seiner persönlichen Saisonbestleistung und auf Position zwei der Weltrangliste. Schneller in diesem Jahr war bisher nur der mit einer positiven Dopingprobe aufgefallene Amerikaner Tyson Gay (9,75).

SID
Leichtathletik - Bolt mit persönlicher Saisonbestleistung
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Usain Bolt läuft persönliche Saisonbestleistung

Bolt, der auf einem futuristischen Boliden in Form eines Düsentriebwerks zur Vorstellung ins Stadion gefahren wurde, blieb neun Hundertstel unter seiner bisherigen Jahresbestmarke und wies nach schwachem Start den Amerikaner Michael Rodgers (9,98) sowie seinen Landsmann Nesta Carter (9,99) noch deutlich in die Schranken.

Er sieht jedoch noch jede Menge Steigerungspotenzial. "Wenn ich so starte, dann werde ich bei der WM in Moskau (10. bis 18. August, d. Red.) vielleicht als Fünfter das Ziel erreichen. Ich muss intensiv mit meinem Trainer arbeiten und explosiver aus den Blöcken kommen", sagte der Dreifach-Olympiasieger der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London.

Weltjahresbestleistung durch Rowbury

Mit seinem Erfolg beim Olympia-Revival in der britischen Hauptstadt, wo er im Vorjahr dreimal Gold geholt hatte, untermauerte der 26-Jährige Bolt seine Favoritenstellung für die Titelkämpfe in Moskau (10. bis 18. August). Gay wird aus den bekannten Gründen ebenso wie Powell in Russland fehlen.

Am Vortag hatte Bolt noch in einer Pressekonferenz zum wiederholten Male betont, mit Doping nichts am Hut zu haben: "Ich bin sauber. Ich werde laufend getestet, zuletzt vorgestern", sagte der Weltrekordler.

Für eine weitere Weltjahresbestleistung sorgte die Amerikanerin Shannon Rowbury über 3000 m (8:41,46). Im Hochsprung siegte der in diesem Jahr auf 2,41 m verbesserte Aufsteiger Bodgan Bondarenko mit 2,38 und versuchte sich danach zweimal vergeblich an der Weltrekordhöhe von 2,47. Olympiasieger Kirani James (Grenada) beherrschte die 400 m, blieb in 44,65 Sekunden aber deutlich über seiner Saisonbestmarke (44,96). Über die halbe Distanz gewann der Olympiadritte Warren Weir (Jamaika) in starken 19,89.

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