Ski Alpin - Unfall Neureuther: Staatsanwaltschaft ermittelt

Wegen eines Autounfalls hat Ski-Rennläufer Felix Neureuther am Freitagmorgen seinen Flug zu den Olympischen Spielen verpasst und wird erst am Samstag nach Sotschi reisen.

SID
Ski Alpin - Unfall Neureuther: Staatsanwaltschaft ermittelt
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Felix Neureuther droht auch noch Ärger mit der Justiz

Der 29-Jährige ist optimistisch, in Sotschi an den Start gehen zu können.

Der Partenkirchner zog sich ersten Untersuchungen zufolge ein Schleudertrauma und eine Zerrung des Bandapparates zu. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitagnachmittag nach einer Kernspintomographie in der Praxis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München mit.

Die Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf Knochen-Verletzungen. Über mögliche Auswirkungen der Verletzung auf Neureuthers ersten Start im Riesenslalom am kommenden Mittwoch machte der DSV keine Angaben. Neureuther selbst zeigte sich zuversichtlich, als er die Praxis in München verließ: "Es wird noch ein bisschen dauern, aber einem Start sollte nichts im Wege stehen."

Neureuther war auf seiner Anreise zum Flughafen in München auf der Autobahn A95 zwischen Garmisch-Partenkirchen und München bei Blitzeis ins Schleudern geraten.

DSV-Cheftrainer Charly Waibel sagte der ARD: "Das Gemeine am Schleudertrauma ist, dass es sich oft erst in den nächsten Tagen entwickelt. Wir müssen nach wie vor abwarten."

Nach Angaben der zuständigen Polizeiinspektion Weilheim saß Neureuthers Freundin Miriam Gössner mit im Auto. Die Biathletin, die wegen ihrer Rückenverletztung in Sotschi nicht am Start ist, rief anschließend die Polizei in Garmisch-Partenkirchen an, um den Unfall zu melden. Nach Neureuthers Angaben blieb Gössner unverletzt.

Dem Skirennläufer droht nun ein Verfahren wegen Unfallflucht. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft München II nahmen am Freitag Ermittlungen wegen "unerlaubten Verlassens des Unfallortes" auf. Dies bestätigte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Rosenheim dem SID. Er ergänzte, Ermittlungen würden automatisch eingeleitet, sobald ein Fremdschaden entstanden sei. Das Gesetz schreibe darüber hinaus vor, dass der Unfallverursacher die Polizei umgehend zu informieren habe.

Neureuther aber eilte weiter zum Flughafen. Er hätte am Freitagmorgen um sieben Uhr Richtung Sotschi fliegen sollen, entschied sich aber auf Anraten seiner Trainer dazu, nach der Aufgabe seines Gepäcks in die Münchner Innenstadt zu Müller-Wohlfahrt zu fahren.

Neureuthers erster Start ist für den 19. Februar geplant (Mittwoch, Riesenslalom). Der Slalom zum Abschluss der alpinen Wettbewerbe wird am 22. Februar (Samstag) ausgetragen.

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